In fünf Schritten zur sicheren Anlage
Vom Supermarkt mit Kühlanlage bis zur Raffinerie: fünf Schritte, mit denen Betreiber ihre Anlagen gegen Cyberangriffe schützen. Jeder Schritt mit Animation, Selbstcheck, Übung und Checkliste zum Ausdrucken, kostenfrei.
Wissen alle, was zu tun ist, wenn die Anlage angegriffen wird?
Kann ein Angreifer aus dem Büro bis an die Steuerung durchlaufen?
Würden Sie merken, wenn ein fremdes Gerät mit Ihrer Steuerung spricht?
Wissen Sie, wer alles von außen auf Ihre Anlage zugreifen kann?
Wissen Sie heute, ob die Lücke aus den Nachrichten Ihre Anlage betrifft?
Ihr Betrieb: der erste Handgriff je Schritt
- Schritt 1: Notfallnummer des Kälte- oder Heizungstechnikers groß an die Anlage kleben.
- Schritt 2: Kühlung oder Heizung vom Kassen- und Büronetz trennen, bei der Fritzbox zum Beispiel über den Gastzugang am LAN-Anschluss 4. Achtung: Gast-WLAN und LAN-Gastzugang bilden dort ein gemeinsames Gastnetz. Nutzen Kunden das Gast-WLAN, für die Technik lieber einen eigenen kleinen Router vom Techniker einrichten lassen.
- Schritt 3: Im Router die Liste der verbundenen Geräte ansehen: Kennen Sie jedes Gerät?
- Schritt 4: Im Router alle Portfreigaben für Kühlung oder Heizung löschen.
- Schritt 5: Automatische Updates im Router einschalten.
- Schritt 1: Notfallkarte mit drei Telefonnummern und einer Person, die entscheidet.
- Schritt 2: Eine kleine Firewall zwischen Büro und Maschinen setzen, auch günstige Geräte können das.
- Schritt 3: Einmal im Quartal die Geräteliste von Router und Firewall mit dem Dienstleister durchgehen.
- Schritt 4: Liste aller Fernwartungen mit Hersteller, Gerät und Ansprechpartner.
- Schritt 5: Geräteliste mit Firmware-Stand anlegen, auch für Router und Fernwartungsboxen.
- Schritt 1: Notfallplan für die Produktion getrennt vom IT-Notfallplan, mit Ansprechpartner je Linie.
- Schritt 2: Zonen je Linie oder Halle, Übergänge nur über die DMZ.
- Schritt 3: Spiegelport an den wichtigsten Switches einrichten.
- Schritt 4: Zentraler Fernzugang für alle Maschinenhersteller statt vieler eigener Boxen.
- Schritt 5: Asset-Inventar für alle Linien, automatisch abgeglichen mit Sicherheitsmeldungen.
- Schritt 1: Notfallplan für Leitsystem und Außenstationen, mit Handbetrieb je Anlage.
- Schritt 2: Leitsystem, Außenstationen und Büro in getrennte Zonen, Fernwirkverbindungen nur zur Leitstelle.
- Schritt 3: Angriffserkennung für Leitsystem und Fernwirkverbindungen, in Deutschland für KRITIS-Betreiber vorgeschrieben.
- Schritt 4: Fernzugänge für Bereitschaft und Dienstleister über einen gehärteten Zugang mit zweitem Faktor.
- Schritt 5: Inventar für Leitsystem, Außenstationen und Fernwirktechnik.
- Schritt 1: Notfall- und Krisenmanagement für Leitstelle und Netz, abgestimmt mit dem Krisenstab.
- Schritt 2: Zonenmodell nach IEC 62443 für Leitstelle, Stationen und Unternehmens-IT.
- Schritt 3: Systeme zur Angriffserkennung (SzA) mit Abdeckung aller Zonen.
- Schritt 4: Privilegierter Zugang mit Aufzeichnung, Freigabe und zeitlicher Begrenzung.
- Schritt 5: Schwachstellenmanagement mit Risikobewertung je Zone.
- Schritt 1: Incident Response für jeden Standort, verzahnt mit Prozesssicherheit und Sicherheitssystemen (SIS).
- Schritt 2: Konzernweites Zonenmodell mit Standards je Werk, Sicherheitssysteme (SIS) in eigener Zone.
- Schritt 3: Monitoring in allen Werken mit zentraler Auswertung.
- Schritt 4: Einheitliche Plattform für Fernzugriff in allen Werken, mit zentraler Steuerung.
- Schritt 5: Konzernweites Inventar und Schwachstellenmanagement, Werke mit lokalen Verantwortlichen.
Kleiner Betrieb, kein Budget?
Für Supermärkte, Metzgereien, Bäckereien, Gastronomie und Heizungsbetriebe: In 30 Minuten und ohne Geld prüfen Sie, ob Ihre Kühl- oder Heizungsanlage aus dem Internet erreichbar ist, und machen sie dicht. Mehr als Ihr Router und ein Telefonat mit dem Techniker ist nicht nötig.
Woher die fünf Schritte kommen
Die Schritte folgen den SANS Five ICS Cybersecurity Critical Controls: fünf Maßnahmen, die aus realen Angriffen auf Anlagen abgeleitet sind. Wir haben sie in einfache Sprache übersetzt und für Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufbereitet. Die Reihenfolge ist gewollt: Wer vorbereitet ist, sein Netz trennt und sieht, was passiert, kann Fernzugänge und Schwachstellen gezielt angehen.
Jede Schrittseite nennt ihre Quellen: SANS, BSI, CISA, Gesetzestexte und Behörden.
Was gilt bei Ihnen?
Meldestellen und Pflichten für Bayern, Salzburg, Tirol und die Schweiz finden Sie unter Schritt 1: Für den Notfall vorbereitet. Persönlich in der Region: OT-Security in Bayern · OT-Security in Salzburg · OT-Security in Tirol
Zuletzt aktualisiert: 05.11.2026
Fragen? Wir helfen auch. Notfall? 24/7 anrufen: +49 8031 8603164
